„Aufkreuzen für die Gemeinde“ Unter diesem Motto haben am 22. Oktober etwa 1530 evangelische Kirchengemeinden in Bayern ihren neuen Kirchenvorstand gewählt. Mehr als ein Jahr lang haben sie sich darauf vorbereitet. Die Vertrauensausschüsse und die Dekanatsbeauftragten haben dabei die meiste Arbeit geleistet. Unterstützt wurden sie dabei von einer 15- köpfigen Projektgruppe unter der Leitung von Kirchenrat Thomas Roßmerkel (Landeskirchenamt) und Pfarrer Harald Wildfeuer (Amt für Gemeindedienst). Drei Ziele standen im Mittelpunkt der Vorbereitungen:
- Es geht um eine „schlanke Wahl“, bei der sparsam mit Geld und Papier umgegangen wird. Eine wesentliche Unterstützung leistet dabei die Arbeitsstelle „Vernetzte Kirche“ und das landeskirchliche Intranet. Arbeitshilfen, Formularsätze, Checklisten, Terminpläne und andere Materialien stehen kostenfrei zum Download bereit. In einem eigens eingerichteten Forum können Informationen ausgetauscht werden.
- Es geht um die „Beteiligung der Betroffenen“. Das Forum im Intranet, eigene Konsultationen zur KV-Wahl, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine ganze Palette von Werbemitteln tragen dazu bei, dass die Wahl möglichst breit diskutiert und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht wird.
- Es geht um die „Stärkung der mittleren Ebene“. Die Arbeit der Dekanatsbeauftragten, die finanziellen Mittel, die den Dekanaten zur Verfügung stehen, die organisatorische Unterstützung, die sie leisten und erhalten, machen die Wahl zum Thema nicht nur in den Ortsgemeinden, sondern auch in der Region.
Die Landeskirche ließ sich die KV- Wahl 2,43 Millionen Euro kosten. Diese Summe lässt sich nur rechtfertigen, wenn die Wahl mehr ist als eine reine Verwaltungs- und Organisationsaufgabe. „Aufkreuzen für die Gemeinde“ – das sollte ein Ruck sein, der durch die Gemeinden geht. Jede und jeder Wahlberechtigte sollte merken, dass es auf ihre und seine Stimme ankommt. Gemeinde – das sind nach evangelischem Verständnis alle getauften Gemeindemitglieder.